Trendsport Freestyle Frisbee in Karlsruhe – Schneller mit Caramba

Duisburg, 25. Juni 2015

Vier Tage lang messen sich die besten Sportler im Freestyle Frisbee in Karlsruhe. Um siegreich zu sein, sind Fingerspitzengefühl und Kreativität gefragt. Europameister Florian Hess spricht über die Faszination der Trendsportart, Titelchancen, und was das Caramba Silikonspray mit Freestyle Frisbee zu tun hat.

Wer denkt, eine Frisbee wird nur hin und her geworfen, sollte ab dem 25. Juni nach Karlsruhe reisen. Hier trifft sich im Traugott-Bender-Sportpark die Weltelite im Freestyle Frisbee. Um die 100 Athleten aus 14 Nationen werden in der Fächerstadt erwartet.

Traditionell in der Favoritenrolle sind die Scheibenkünstler aus Italien und den USA. Doch auch Lokalmatador Florian Hess, vom SSC Karlsruhe, macht sich Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden: „Unser Ziel ist es, auf das Podium zu kommen.“ Erst Anfang Juni kürte sich der 36-jährige zusammen mit seinem Partner Alex Leist in Bologna zum Europameister.

Trendsportart für zwei oder dreiFreestyle Frisbee kann gut als „Tanz mit der Scheibe“ beschrieben werden. Zur Musik vollziehen die Sportler Tricks, die oftmals der Schwerkraft zu widersprechen scheinen. Bei offiziellen Wettkämpfen treten die Teilnehmer in Teams an.

„Open Coop“ wird zu Dritt ge-spielt, bei „Open Pairs“ vollführen zwei Sportler ihre Tricks. Bei der WM werden zusätzlich Disziplinen in „Mixed Pairs“ und „Women Pairs“ ausgespielt. Für Hess ist Freestyle Frisbee ein „freiheitsliebender Sport“ für den es nicht viel braucht: „Eine Scheibe und ein Partner und man kann überall los spielen.“

Um Weltmeister zu werden braucht es dann schon etwas mehr. Neben Kreativität und Beweglichkeit spielt auch die Ausrüstung eine Rolle. So benutzen die Freestyler für den „Nail Delay“, das Rotieren der Scheibe auf dem ausgestreckten Finger und Ausgangstrick für jede weitere Figur, künstliche, lange Fingernägel: Berührt die Haut des Fingers die Scheibe, stoppt diese ab.

„Caramba hat eine Monopolstellung bei Frisbee-Spielern“
Als Geheimtipp unter den Scheibenkünstlern gilt das Caramba Silikon-Spray. Damit wird vor dem Wettkampf die Unterseite der Frisbee eingesprüht. „Die Scheiben sind sehr stumpf und drehen sich dadurch nicht lange“, erklärt Hess. „Durch das Silikon-Spray entsteht eine Art Gleitfilm und die Tricks können wesentlich länger ausgeführt werden.“

Das Handling des Sportgerätes wird dadurch wesentlich verbessert. Aber, nicht jedes Silikon-Spray eignet sich dafür. „Caramba hat eine Monopolstellung für uns Frisbee-Spieler. Andere Sprays kommen einfach nicht an die Gleiteigenschaften heran“, so Hess.

Damit die Chancengleichheit gewahrt bleibt, stellt Caramba dann auch jedem Teilnehmer der Weltmeisterschaft in Karlsruhe ausreichend Silikon-Spray zur Verfügung. „Ich bin kein Freund davon Werbung zu machen“, betont der frischgebackene Europameister „aber seitdem ich spiele, empfehle ich allen Freestylern das Silikon-Spray.“

Hochphase in den 70er Jahren
Seine Hochphase erlebte der Sport Ende der 70er bis in die 80er Jahre. „Damals füllte Freestyle Frisbee ganze Stadien“, so Hess. „Das war ein richtiger Hype.“ Seit 2004 erlebt der Sport eine Renaissance. Einer der Auslöser war der TV-Werbespot eines Sportartikelherstellers. Auch Florian Hess wurde so mit dem Freestyle-Fieber infiziert.

Danach probierten er und seine Freunde im Park immer wieder neue Tricks, bevor Sie 2011 an der Gründung der Freestyle-Frisbee-Abteilung beim SSC Karlsruhe beteiligt waren. Für Hess eine Entscheidung mit Erfolg: 15 Deutsche Meisterschaften, fünf Europameister-Titel sowie zwei zweite Plätze bei Weltmeisterschaften stehen bisher in der Vita des Weltranglisten-Sechsten. Nun soll in Karlsruhe der ganz große Wurf gelingen.

Die Frisbee-Weltmeisterschaft findet im Rahmen des Sportfestivals im Traugott-Bender-Sportpark statt. Weitere Informationen unter www.freestylefrisbee.de

Foto: SSC Karlsruhe